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Bilder unserer Innungsfahrt ins Vogtland (von Steffen Huber)

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Nachdem Drechslermeister Baumann aus Zwickau uns auf einer unserer Fahrten anbot, ihn einmal in Zwickau zu besuchen und unser an der Innung interessierte Handwerkskollege Möhlenbeck uns auf das auf der Route dorthin liegende Daetz-Zentrum hinwies, wurde von mir eine entsprechende Fahrt "zusammengestrickt".

Unsere diesmal etwas kleinere Runde von 20 Personen wurde in Göttin, Rehbrücke und Gallun eingesammelt. Bei gemischtem Wetter chauffierte uns unser Fahrer "Konny" von Wetzeltours nach dem Würstchenmittag in Freienhufen direkt ins Daetz-Zentrum Lichtenstein.
Dort erwartete uns eine etwas hektische Führung durch eine unglaubliche Ansammlung von modernen, geschnitzten Kunstwerken aus der ganzen Welt, die ein Herr Daetz zusammen- getragen hat. Mit Sicherheit hätte man sich dort auch einen ganzen Tag aufhalten können.
In Zwickau wurden wir aber bereits von Eckehart Bauman und seiner Frau erwartet und herzlich in der Drechslerei begrüßt. Bei Sonne, Getränken und guter Laune gab es Rundgänge durch die Werkstatt, das Ladengeschäft und den Lebenslauf von Gerd Fröbe, dem Onkel von Meister Baumann. Wie immer, wenn man bei lieben Kollegen weilt, fiel der Abschied schwer. Vielen Dank für die herzliche Aufnahme. Das Waldhotel Zöbischhaus in Bad Reiboldsgrün erwartete uns schließlich mit einem warmen Essen bei anregenden Getränken...
Am nächsten Morgen waren wir zeitig auf den Beinen, denn uns erwartete ein prall gefüllter Tag, der mit dem Besuch des August-Horch-Museums in Zwickau begann. Am Eingang standen schon unsere Kfz-interessierten Kollegen Baumann und Dietmar Ender aus dem Erzgebirge. Gemeinsam durften wir in einer 2-stündigen Führung die Geschichte von August Horch, seinem Betrieb und einem Großteil der Kraftfahrzeugentwicklung in vielen interessanten Exponaten kennenlernen. Das waren nicht nur hervorragend restaurierte Fahrzeuge der Marken Horch, Audi, Wanderer, DKW und Auto-Union, sondern auch diverse Nachkriegsmodelle von "Sachsenring Zwickau", nie in Produktion gekommene Entwicklungen und die Geschichten, die sich darum rankten.
Im "Alten Handelshaus" in Plauen folgte die nächste Herausforderung in Form eines unglaublich reichhaltigen Mittagessens in historischem Ambiente. Nur ein Teil der Kollegen schaffte es, die riesigen Portionen leer zu futtern. Schwer beladen schaukelte uns der Bus anschließend in die Schaustickerei in Plauen. Ein kleiner, energischer Erzgebirgler zeigte uns in in einer interessanten Führung die Geschichte der Produktion von Plauener Spitzen. Bereits im 19.Jahrhundert entstanden immer größere und effektivere Stickmaschinen, die den Bedienern aber auch Unglaubliches abverlangten. Bis zur Wende wurde auf den alten, riesigen Maschinen produziert. Wir duften uns vom Wohlklang der sehr gut gepflegten Mechanik überzeugen.
Was wäre ein Aufenthalt im Vogtland, ohne den Besuch des Musikwinkels. Zum Glück erhielten wir in Markneukirchen die Möglichkeit, in die Firma "Gebrüder Mönnig - Oscar Adler & Co. Holzblasinstrumentenbau GmbH" hineinzuschauen. Der Prokurist Matthias Müller zeigte uns die Produktionsstufen der hochwertigen Holzblasinstrumente im Betriebsgebäude (einer schönen Gründerzeitvilla), angefangen im wohlsortierten Holzlager - einem Augenschmaus für jeden Holzfachmann. Es gab keine Frage, die unbeantwortet blieb - ob es Oberflächen, Maßgenauig-keit, Ausbildung oder Preise betraf. Maschinen und Werkzeuge wurden begutachtet und Technologien erklärt.
Müde, immer noch satt, aber voller Eindrücke schaukelten wir schließlich wieder ins Waldhotel. Zum angedachten Bummel in einer Stadt in der Umgebung gab es vom Busfahrer Konny den Vorschlag, Annaberg-Buchholz zu besuchen, der von allen dankend angenommen wurde.
Und so ging es am nächsten Morgen auf Heimreise mit Abstecher im Erzgebirgskreis. Annaberg-Buchholz empfing uns leider recht kühl. Bei 10°C bummelte man durch das schöne historische Stadtzentrum, kletterte auf Türme, ging in die zahllosen Geschäfte, Museen oder Kirchen oder aber ließ die Innungsfahrt in einer Gaststätte bei erzgebirgischen Spezialitäten ausklingen. Die Heimreise wurde nur noch durch eine dringend gewordene PP unterbrochen, die zum allgemeinen Würstchenessen ausgeweitet wurde. Pünktlich kam jeder an seinem Endpunkt der Busreise an - hoffentlich voller guter Eindrücke und dem Wunsch, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein...

Steffen Huber, Obermeister



Vielen Dank der Familie Eckehart Baumann für den freundlichen Empfang und die Führung durch die Drechslerei.