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Bilder unserer Innungsfahrt nach Usedom (von Steffen Huber)

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Im Frühjahr 2008 einigten sich die Mitglieder der Drechsler-Innung Brandenburg/Berlin darauf, die nächste Fahrt auf die Insel Usedom zu unternehmen. Wie im Vorjahr fand die Kurzreise am Christi-Himmelfahrt-Wochenende statt.

Beinahe hätte es durch ein Mißverständnis bei der Organisierung der Fahrt keinen Bus gegeben. Aber am 21.05. stand dann doch ein Reisebus der Firma Anger aus Potsdam vor den Toren der Drechslerei Schünemann, um die ersten erwartungsvollen Kollegen aufzunehmen. In Rehbrücke begrüßte uns Torsten Geyer mit offenem Tor und und weitere 20 Teilnehmer der Fahrt füllten die Plätze. Das angekündigte Wetter verhieß nichts Gutes und so waren wir froh, bei Sonnenschein in Eggesin bei unserer Kollegin Karina Ihlenburg einzutreffen. Mit Kaffee, Würstchen und leckerem Bäckerkuchen von Schirmmacher (und Bäckermeister!) Scherneck tankten wir dort auf und unterhielten uns nach der Werkstattbesichtigung rege mit dem freundlichen Drechslerehepaar. Fast pünktlich traf der Bus schließlich am Hafen von Usedom ein. Dort erwartete uns statt der angekündigten Gewitterfront ein stimmungsvoller Sonne-Wolkenmix und ein geräumiges Zeesenboot samt Kapitän(in). Mit jeweils der Hälfte der Handwerkerfamilien startete der alte Fischersegler zweimal ins Stettiner Haff. In Karnin wurde getauscht, so dass jeder die schöne Fahrt per Motor und Segel bei anregenden Getränken genießen konnte. In der Zwischenzeit gab es technische Probleme mit dem Bus, die jedoch unser freundlicher Busfahrer Arno per Handy abklärte und uns für die nächsten Tage ein neues Gefährt besorgte. Unsere Pension Natzke, in der wir zwischenzeitlich eingecheckt hatten, überraschte uns dann noch abends mit einem wohlschmeckenden und sehr reichhaltigen Bufett, welches draußen von einem kräftigen Gewitter begleitet wurde. Bereichert wurde unsere Gemeinschaft von einem kleinen internen Drechslerklassentreffen unseres Kollegen Otto Heider, zu dem Kollegen aus Thüringen, Sachsen und Mecklenburg an- und mitgereist waren.

Auch der nächste Tag brachte warmes, freundliches Wetter. Um 9.00 Uhr war Aufbruch und nach Fahrten mit Bus und ab Heringsdorf mit der Usedomer Bäderbahn trafen wir pünktlich in Trassenheide in Europas größter Schmetterlingsfarm ein. Umflattert von Morphos, Atlasfaltern und weiteren 58 tropischen Arten, erklärte uns ein Mitarbeiter interessante Details zur Farm und den darin befindlichen Insekten und Spinnen. Trotzdem waren wir froh, nach einiger Zeit im tropischen Klima, wieder das frische Usedomer Wetter um uns zu haben. Im Restaurant Seeklause erwartete uns (trotz Vorbestellung) nach längerer Wartezeit ein sehr leckeres Mittagessen in angenehmer maritimer Atmosphäre. Nun konnte jeder seine Zeit frei gestalten - aber oh Wunder - fast alle Kollegen und ihre Familien trafen sich in Trassenheide am Strand wieder. Die Sonne gab trotz Wolkenmix ihr Bestes und die Mutigsten stürzten sich in die 13 Grad "warme" Ostsee. Das hätte wohl länger dauern können... aber in der Inselkäserei Welzin wurden wir bereits erwartet. Über schmale Kopfsteinstraßen trafen wir in der recht einsam gelegenen kleinen Produktionsstätte unterschiedlicher Käsesorten ein. Während wir die verschiedenen Häppchen testeten und teilweise auch in größeren Stücken kauften, erklärte uns der aus dem Schwarzwald stammende Steffen Schultze die Produktion seines Käses, sowie damit zusammenhängende Probleme beim Milcheinkauf. Skurrile Geschichten aus der deutschen Bürokratie kamen dabei zur Sprache, manchen von uns nur zu gut bekannt... Abends wurde in der Pension ein weiteres mal aufgetafelt und so ging wieder bei Regen, der uns nicht störte, gutem Essen, einem guten Schluck und anregenden Gesprächen der letzte Abend zuende.

Der im Wetterbericht mit Sonne angekündigte letzte Tag präsentierte sich stark bewölkt, windig und kalt. Nach Frühstück und Abschied von der freundlichen Pension, brachte uns Busfahrer Arno zum letzten, am Vortag gemeinsam beschlossenen Ziel - Heringsdorf. An der Seebrücke wurden wir abgesetzt und einjeder verbrachte die letzten Stunden nach Lust und Laune. So konnte man immer wieder sich grüßende Drechslerfamilien treffen - am Strand, im Cafe´auf der Seebrücke oder beim Futtern von Matjesbrötchen. Beim Shoppen störte der dann doch noch aufkommende Regen nicht, aber das Badevergnügen hielt sich in Grenzen... Pünktlich um 13 Uhr startete unser wieder gefüllter Bus in Richtung Süden. Satt und müde empfing uns schließlich unsere sonnige Heimat.

Steffen Huber, Obermeister



Vielen Dank den Ihlenburgs für den freundlichen Empfang und die Führung durch ihre Drechslerei.


In diesem Zusammenhang möchten wir uns beim Team des Gasthauses Natzke für den sehr guten Service, sowie die hohe Qualität der Gastronomie und der Unterkünfte bedanken.